Karotten, Möhren oder in Süddeutschland Gelbe Rüben… sind normalerweise orange. Denkt man so. Dabei gibt es Möhren in vielen Farben, und nicht immer sind die buntesten die alten Landsorten…
Besonders auffällig ist das beim Küttiger Rüebli, einer alten schweizer Sorte aus dem Aargau. Sie ist praktisch weiss. Oder die Jaune (Gelbe) du Doubs aus dem frz. Jura, sie ist blassgelb. Aber warum sind Möhren heutzutage alle orange? Die holländische Saatgutzucht war´s. Zu ehren des niederländischen Königshauses wurde auf „oranje“ gezüchtet. Kein Witz.
Ein anderer interssanter Fakt: Dies alten Sorten sind nicht einfach süss. Sie haben auch etwas mehr Ballststoffe als die modernen Sorten, so schmeckt ein Möhrensalat nicht gleich nach Dessert und diese Sorten verkochen auch nicht gleich. Ausserdem sind sie im Gartenboden gut lagerbar, für den Winter: Schädlinge (Mäuse ausgeommen) wie Nematoden gehen da kaum dran.
Achtung bei der Werbung „Urmöhre“: diese ist wirklich nicht lila wie es die Werbung in manchem Samenshop oder Baumarkt glauben macht…

Aussaattipp Möhren:  nicht zu früh säen, aus zwei Gründen:
1. Möhren können durch einen Kältereiz (Eisheilige) leicht schiessen, dann geht die ganze Kraft in die Blüte statt in die Wurzel.
2. Möhren sind eigentlich ein ideales Lagergemüse, unsere Sorten kann man sogar idealerweise einfach im Garten in der Erde lassen (wenn man keine Nager hat). Das bedeutet, dass eine Saat im Mai, nach den Eisheiligen, locker ausreicht um für September frische Möhren zu haben – und für den Winter auch. Ein paar Möhren für den Sommer kann man immer ziehen, da sie meist zu dicht stehen.
Tipp: Möhren sind ideal zwischen Zwiebeln und Knoblauch. Also einfach in den Reihen der Wintergemüse Knoblauch und Wintersteckzwiebeln Platz lassen, hier im Mai die Möhren säen – und nachdem Knoblauch und Zwiebeln im Juli geerntet sind, ist wirklich genug Platz da. Ausserdem halten Alliumgewächse die Möhrenfliege fern…

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